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Achterbahnfahrt mit einem Schutzengel

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 15. Februar 2018 Veröffentlicht: Donnerstag, 15. Februar 2018 Geschrieben von Katharina Keite

Auf und Abs gab es auf der Turnierfahrt des B-Teams nach Göttingen zur Genüge. Der Bus kam mit Verspätung zum Treffpunkt und die Abfahrt zog sich in die Länge. Außen gingen die Ladeklappen zunächst nicht auf und im Inneren roch es wie in einem Partybus von letzter Nacht.

Selbst der Busfahrer schien noch etwas orientierungslos zu sein. Doch schließlich ging es los. Trotz mancher Mängel und Zeitverzug schaffte es die Mannschaft zum geplanten Zwischenstopp in Göttingen. Am Vortag hatte das A-Team des Club Saltatio bereits ihr Können in der 1. Bundesliga gezeigt und zu diesem Event war ein Teil des B-Teams bereits vorgefahren und hatte in einem Hotel übernachtet. Diese galt es zusammen mit einigen A-Team-Mitgliedern aufzusammeln und zur Halle mitzunehmen – es durfte keiner fehlen.

Auch Trainer Jan war mit von der Partie und dieser stieg mit Krücken und einer Schiene ums Bein in den Bus. Er hatte sich während eines Durchgangs des A-Teams am Knie verletzt, was jedoch seiner guten Laune keinen Abbruch tat. Bereits fertig frisiert und gebräunt trat das B-Team zur Stellprobe auf die Tanzfläche. Die Halle der Göttinger war deutlich größer als die in Nienburg, und zuvor war es bei thumb 1130513der Besichtigung schwer gewesen sich Fixpunkte zu suchen. Die einzigen Anhaltspunkte für die Positionen waren gespannte Netze und Buchstaben von aufgestellten Bannern am Flächenrand. Trotzdem tanzte die Mannschaft mit einiger Überzeugung und schaffte die beiden Stellprobendurchgänge sogar in der vorgegebenen Zeit. Bei der Videobesprechung hintendran wurden nochmal genau die Bilder analysiert und Fehler besprochen, sodass jeder für die Vorrunde genau wusste, worauf er zu achten hatte.

Doch ab da stand es erstmal in den Sternen geschrieben, ob das B-Team überhaupt an den Start gehen konnte...Laureen, der Frontdame des Teams, machte ihre Erkältung stark zu schaffen und die Sanitäter der Turnierstätte begutachteten ihren gesundheitlichen Zustand. Laut deren Diagnose sollte Laureen nicht auf die Fläche gehen, was für das B-Team bedeutete, gar nicht erst antreten zu dürfen. Mit fünfeinhalb Paaren konnte keine Formation tanzen. Das Herz rutschte allen Tänzern in die Hose. Die Anspannung war groß, vielleicht gab es doch noch eine Lösung? Allen war klar, Laureens Gesundheit stand an erster Stelle und es war ihre Entscheidung, ob sie das Risiko eingehen wollte. Zum Vorrundendurchgang standen schließlich doch alle Tänzer in den Startlöchern. Zähne wurden zusammengebissen und Krankheit wurde kurzzeitig ausgeblendet.

Die sechs Minuten auf der Tanzfläche wurden von viel Applaus und 1130593 Anfeuerungsrufen begleitet und die angeschlagenen Tänzer strahlten um die Wette. Besonders Laureen war das Lachen aus dem Gesicht nicht mehr weg zu denken. Der zufriedenstellende erste Durchgang katapultierte das B-Team ins große Finale. Nach erneuter Videobesprechung, Restauration und sauerstofftankenden Atempausen ging es für die Tänzer weiter mit dem zweiten Durchgang vor den Wertungsrichtern. Der Schutzengel des B-Teams war wohl zu dem Zeitpunkt eingenickt, denn der Aufmarsch auf die Tanzfläche lief katastrophal. Eine Achterbahnfahrt begann. Jeder der Tänzer zählte verschieden und die Arme der Damen gingen an ganz unterschiedlichen Stellen in die Höhe. Auch im Einmarschherrschte Unruhe und erst mit dem Gong hatte sich das Team wieder gefangen.

Dann lief es immer besser. Im Laufe des Durchgangs steigerte sich die Mannschaft wesentlich und mit dem Abmarsch konnten die Tänzerinnen und Tänzer doch stolz auf ihre Leistung sein. Die offene Wertung platzierte das B-Teamwieder auf dem dritten Platz und nach Übereichen der Urkunde und des Pokals wurden mit einer Sektdusche in der Umkleide die gutethumb 1130754 Laune und der Erfolg begossen. Im Reisebus nach Hause herrschte Partystimmung und lustige Gespräche hielten die ganze Fahrt über an. In Hamburg wurde sich herzlich verabschiedet und das B-Team durfte sich über eine Trainingspause freuen, die die Trainer zur Erholung aller beschlossen hatten. Trotz aller Aufregung in Göttingen freut sich die Mannschaft bereits auf das nächste Turnier.

Berlin - wir kommen!

 

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