Präsenz-Trainingsbetrieb bleibt eingestellt

Aufgrund des Lockdowns müssen wir leider den gesamten Trainingsbetrieb einstellen. Dies gilt bislang bis Ende Januar, wenn nicht regierungsseitig neue Maßnahmen verabschiedet werden.
Für einige Gruppen wurden Online-Angebote eingerichtet.

Bitte setzen Sie sich bei Fragen mit Ihren Trainer*innen oder der Geschäftsstelle in Kontakt.


Jahrbuch 2020

Zuletzt aktualisiert: Freitag, 15. Januar 2021
Geschrieben von Tobias Brügmann

Ergänzungen zum Saltatio-Jahrbuch 2020

 

Damals - Aus der Geschichte des Clubs

Das Interview mit Lisa und Peter Meins musste im gedruckten Jahrbuch leider gekürzt werden. Hier ist das gesamte Interview zu lesen:

Am 5. Juni 2010 endete eine Ära: Lisa und Peter Meins, bis dato Sportwartin und Vorsitzender des Clubs, stellten sich nicht zur Wiederwahl in den Vereinsvorstand. Für ihr selbstloses, ehrenamtliches Engagement, das 1974 begann, wurden Lisa und Peter zu Ehrenmitgliedern "ihres" Club Saltatio Hamburg erklärt. Zwei Jahre zuvor wurde ich selbst von den beiden ins Ehrenamt geholt und seitdem verbindet uns eine gute Freundschaft. Ich habe bei Lisa und Peter nachgefragt, wie es ihrem Entschluss kam.

Interview von Tobias Brügmann

 

Lisa und Peter, wie kam es vor zehn Jahren zu dem Entschluss, dass ihr euch nicht mehr zur Wahl stellen wollt?

Unser Entschluss, im Jahre 2010 nicht noch einmal für den Vorstand des Club Saltatio kandidieren zu wollen, reifte nicht erst im Jahre der Amtsübergabe:

Immerhin lagen zu diesem Zeitpunkt schon nahezu 30 Jahre Mitarbeit im Vorsand und Verantwortungsübernahme von Vorstandsaufgaben hinter uns. Da wir beide uns unseren jeweiligen Aufgaben mit viel Engagement und zeitlichem Einsatz widmeten, gewann der Club Saltatio Hamburg immer mehr die Oberhand vor den Belangen und Wünschen unserer Familie.

Die kräfte- und nervenzährende Zeit nach der Trennung von der HT 16 verlangte dem gesamten Vorstand viel Einsatz ab: Räume, Trainer und neue Mitglieder mussten gefunden und die Finanzen „repariert“werden. Erst in den Jahren 2007 – 2010 hatten wir das Gefühl, dass der Club Saltatio wieder gut aufgestellt war und seine Angebote – wenn auch zögerlich – angenommen wurden..

Nicht viele Vorstandsmitglieder blieben dauerhaft dabei; vor allem Jüngere mussten wegen beruflicher Zwänge nach kurzem Einsatz wieder aufgeben. Es waren aber auch und gerade die jüngeren Mitstreiter in unserer Vorstandsarbeit- dazu zähltest vor allem du, Tobias – die uns Mut machten, die Fortentwicklung unseres Tanzsportclubs in jüngere „Hände und Köpfe“ zu geben.

Unsere Vorgespräche zu unserer letzten Jahresversammlung führten wir auch mit Kerstin, die ihre tanzsportlichen Erfahrungen aus Rostock gemeinsam mit ihrem Freund David mitgebracht hatte. Sie war mutig und bereit, die Führung des Clubs zu übernehmen.

Vor allem Kerstins und deine Bereitschaft, Tobias, weiterhin die Geschicke des Clubs lenken und voranzutreiben zu wollen, bestärkten uns in der Überzeugung, dass ein junges Führungs-gespann unseren Club viel erfolgreicher gestalten würde als wir es tun könnten. Und damit hatten wir – ein Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre macht das deutlich – total Recht.


Peter, gab es in deiner langen Amtszeit als Vorsitzender eine besonders schwierige Entscheidung?

Ja, die gab es; und zwar unmittelbar nach meinem Amtsantritt als Nachfolger von Hans Christen, der ja Anfang des Jahres 1992 völlig unerwartet bei einem häuslichen Unfall verstorben war. Für diese Aufgabe konnte ich auf eine bereits zwölfjährige Vorstandstätigkeit im Club zurückgreifen.

Seit 1976 pflegte der Club eine enge Kooperation mit der HT 16 im Volkshaus Berne und im Vereinshaus an der Burgstraße. Tanzsportlerinnen und Tanzsportler beider Vereine profitierten davon. Nach Hans Christens Tod jedoch türmte sich ein finanzielles Desaster auf:

Eine für Schriftverkehr und Mitgliederverwaltung des Clubs in der HT16 Geschäftsstelle tätige Sekretärin sollte nach dreijähriger Bezahlung aus einem staatlichen Förderprogramm für ältere Arbeitnehmerinnen nun Gehalt nach BAT vom Club erhalten.

Ab 1992 sollte – so war mit Hans Christen verabredet - die HT16 für jedes Clubmitglied eine monatliche Pauschalvergütung erhalten.
Für die bei der HT16 als (Trainings-)Tanzsaal 1988 errichtete Halle E waren Zinsen und Tilgung zu erbringen. Die von Hans Christen persönlich gestellten Sicherheiten wurden umgehend von der kreditgebenden Bank vom Club eingefordert mit dem banküblichen Zusatz, bis zu einer erneuten Absicherung nicht über unsere Konten verfügen zu dürfen.

Für das Jahr 1992 konnten diese Belastungen nicht mehr verhindert werden. Aber es konnte gegengesteuert werden.

Gaby Hansen als Schatzmeisterin eröffnete sofort ein Konto bei der Haspa und ließ die anstehenden Mitgliedsbeiträge darüber einziehen.

Wir sprachen der Sekretärin die Kündigung aus und konnten das Arbeitsgericht von der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Clubs und der dadurch gegebenen Notwendigkeit zur Kündigung überzeugen.

Wir konnten aufatmen, als der Testamentsvollstrecker im Spätsommer mitteilte, dass im Testament ein Vermächtnis für den Club aufgeführt sei. Die Bank war mit der Abtretung des Auszahlungsanspruchs als Sicherheit zufrieden. Nach Weihnachten wurde der Betrag dann ausgezahlt. Die Gefahr einer Club-Insolvenz war abgewendet.
Doch, wie sollte es weiter gehen?

Unter den Turnierpaaren mit Bezug zum Volkshaus Bene wurde die Loslösung von der HT16 immer lauter gefordert. Einige erinnerten sich an die Zeit vor dem Zusammenschluss. Auch wurde immer deutlicher, dass die HT16 vorwiegend den Breitensport pflegen wollte („Der zweite Weg“). Die Räume sollten gefüllt sein, für intensives Einzelpaartraining oder gar Trainer-Einzelstunden bestand wenig Verständnis.

In einer Saltatio-Mitgliederversammlung im ersten Quartal 1993 wurde der Austritt aus der HT16 im Beisein ihres Geschäftsführers und des Ehrenvorsitzenden intensiv diskutiert und beschlossen, die Zusammenarbeit zum 30. Juni 1993 zu beenden. Der Vorstand hat den Beschluss ausgeführt.

 

Lisa, als Sportwartin hattest du maßgeblichen Anteil daran, dass ab 2005 eine Lateinsparte aufgebaut wurde. Wie kam es dazu?

Deine Frage suggeriert, dass eine Lateinsparte neu aufgebaut werden musste. Das stimmt nicht ganz. Aber die Lateinsektion „dümpelte“ nicht nur im Club Saltatio, nicht nur im HATV, sondern im gesamten Nordbereich vor sich hin. Die Meisterschafts-Siegertreppchen wurden in den Jahren 2005/2006 teilweise mit N.N. besetzt. Lediglich im Kinder- und Jugendbereich hielt Marlene Schlebusch als wirklich kompetente Lateintrainerin im Saltatio die Stellung. 2004 übergab sie diese Aufgabe an Stanislava Bykova, die mit Kenntnis der russischen Sprache, vor allem für Kinder mit diesem Background interessant war. Marlene Schlebusch hingegen fand in Rostock ein neues Arbeitsfeld.

Der Vorstand war sich darüber einig, das Lateinturniertraing nicht vollständig aufgeben zu wollen. Andreas Kroß und Mark-Stephan Haps schlugen der frisch gewählten Sportwartin vor, den hochklassigen Lateintänzer aus Rostock, David Jühlke, zu kontaktieren. Dieser tanzte damals sehr erfolgreich mit Debbie Seefeldt und war sowohl in dortigen Schulen als auch im Verein als Trainer tätig. Er hatte den Namen „Saltatio“ schon gehört und ließ sich auf eine kurze Versuchsphase ein.

Diese verlief, wie wir alle wissen, zur allseitigen Zufriedenheit. Vor allem die Sportwartin schätzte an ihm, dass er mit gutdurchdachten Unterrichtskonzepten selbst bei schon routinierten Turnierpaaren die Motivation hochhalten konnte. Man merkte seinem Unterricht eine pädagogische Grundlage an. Das war ein ganz großes Plus gegenüber vielen – sehr erfolgreichen – Trainern bundesweit.

Dass Davids Arbeit im Club Saltatio Hamburg außerordentlich erfolgreich war und in unserem norddeutschen Umfeld zu weiteren Einsätzen führte, muss ich nicht erwähnen. Dass sein Einsatz außerdem zur Regeneration einer Lateinformation – zunächst betreut und trainiert von Mark Haps und Katja Böhnke – gelangte, weißt du selbst am Besten.

Aber mit dem Thema „Formationstanzsport“ greifen wir eine umfangreiche und unendliche Geschichte auf, die wir im Zusammenhang mit einer Pandemie besser nicht durchdenken oder analysieren sollten.

 

 

In Sporting Hamburg: Rollentauschtausch

Zuletzt aktualisiert: Freitag, 03. Mai 2019
Geschrieben von Tobias Brügmann

Quelle: Sporting Hamburg vom Mai 2019, Autor: Martin Blüthmann/Manuela Tanzen

EDM Ankündigung Sporting Hamburg

Im Wochenblatt: Weltmeistertrainer beim Saltatio

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 12. Dezember 2018
Geschrieben von Tobias Brügmann

Quelle: Hamburger Wochenblatt vom 12.12.2018, Autor: Thomas Hoyer

Wochenblatt Bericht 12.12.18

Unser Rolli-Tanzen im Wochenblatt

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 01. März 2018
Geschrieben von Tobias Brügmann

Quelle: Hamburger Wochenblatt vom 21. Februar 2018

Wochenblatt Februar_2018_Rolli-Tanzen

Im Nord-Tanzspiegel: Aufstieg Gesiene und Andreas Federwitz

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 26. August 2014
Geschrieben von Tobias Brügmann
Bei den Pfingstturnieren in Hohegeiß stiegen Andreas und Gesiene Federwitz schon einige Male auf: 2011 in die B-, 2013 in die A- und schlussendlich dieses Jahr in die Senioren II S-Klasse. Die Ausrichter des dazugehörigen Seminars, Klaus und Gitta Gundlach, waren die Trainer des Paares, das 2010 nach 23-jähriger tänzerischer Pause wieder mit dem Training beginnen wollten. 2014_09_nord-page-003_mod
 Quelle: "Tanzspiegel", Ausgabe September 2014
Autor: Tobias Brügmann

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